Asiatische Hornisse breitet sich weiter aus – Nester bitte melden!

Die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) hat sich in unserer Region weiter ausgebreitet und stellt zunehmend eine ernsthafte Gefahr für heimische Insektenbestände, Honig- und Wildbienen dar. In der Gemeinde Sasbach mussten bereits acht Nester entfernt werden – ein deutliches Zeichen dafür, wie schnell sich die Art etabliert.

Vor allem die örtlichen Imkerinnen und Imker des Imkervereins Achern e.V. leisten derzeit einen unverzichtbaren Beitrag im Kampf gegen den Eindringling. Mit spezieller Schutzausrüstung und großer Erfahrung rücken sie aus, sobald ein Nest gemeldet wird. Trotz niedriger Temperaturen reagieren die Tiere bei den Eingriffen ausgesprochen aggressiv. Um die Situation zu entschärfen, setzen die Fachleute stark gekühltes Kohlendioxid ein, das die Hornissen kurzzeitig betäubt. Anschließend wird das komplette Nest in einem robusten Fangsack gesichert und zur endgültigen Unschädlichmachung eingefroren. Auf diese Weise werden auch die zahlreichen Jungköniginnen vernichtet, die sonst im kommenden Jahr neue Kolonien gründen würden.

Ein einziges Nest dieser Art kann über die Saison mehr als sechs Kilogramm Insekten, darunter auch viele Wildbienen, vertilgen – mit spürbaren Folgen für das ökologische Gleichgewicht. Besonders Vogelarten, die auf ein reiches Insektenangebot angewiesen sind, finden zunehmend weniger Nahrung. Doch die Vespa velutina verursacht, anderes als die europäische Hornisse (Vespa grabro), nicht nur massive Schäden an der heimischen Insekten-, Honig- und Wildbienenpopulation, sondern in Folge auch im Obst- und Weinbau. Da nicht beseitigte Nester im Folgejahr eine Vielzahl neuer Gründungen nach sich ziehen, ist eine frühzeitige Meldung entscheidend. Wer ein verdächtiges Nest entdeckt, wird gebeten, dies unmittelbar dem Imkerverein Achern e.V. (Tel: 07841 /4411) oder der Gemeindeverwaltung (Tel: 07841 / 686-60) zu melden.

(Erstellt am 19. November 2025)