Informationen zur Asiatischen Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke kommt inzwischen in verschiedenen Regionen Baden-Württembergs vor. Nun wurde auch aus Sasbach ein Fund gemeldet. Das ist zunächst kein Grund zur Sorge. Mit einfachen Maßnahmen rund um Haus, Garten und Balkon kann jeder dazu beitragen, mögliche Brutstätten zu vermeiden. „Es geht vor allem um Aufmerksamkeit im Alltag: Kleine Wasseransammlungen regelmäßig leeren, Gefäße auswischen und Regentonnen gut abdecken. Wenn viele mitmachen, können wir die weitere Ausbreitung wirksam erschweren“, erklärt Bürgermeisterin Dijana Opitz.

Woran erkennt man die Tigermücke?
Die Asiatische Tigermücke ist nur etwa drei bis acht Millimeter groß und auffällig schwarz-weiß gefärbt. Typisch sind ein weißer Längsstreifen auf Kopf und Rücken, fünf weiße Streifen an den Hinterbeinen sowie ein weißes letztes Beinglied. Anders als viele heimische Mücken ist sie vor allem tagsüber aktiv und sehr stechfreudig.
Geht von ihr eine unmittelbare Gefahr aus?
Die Tigermücke kann Krankheitserreger wie Dengue- oder Chikungunya-Viren übertragen. Dazu müsste sie jedoch zuvor einen infizierten Menschen gestochen haben. Ein Fund bedeutet deshalb noch keine unmittelbare Gesundheitsgefahr. Dennoch sollte ihre weitere Ausbreitung möglichst früh verhindert werden.
Wo kann die Tigermücke brüten?
Das Tier benötigt keine großen Wasserflächen. Schon kleinste Mengen stehenden Wassers können ausreichen, häufig an Stellen, die leicht übersehen werden:
- Blumentopfuntersetzer, Vasen und Gießkannen
- Vogeltränken und Wassernäpfe
- Sonnenschirmständer und Schirmfüße
- offene Zaunpfosten, Rohre und Hohlräume
- Spielzeug, Planschbecken oder herumliegende Behälter
- Falten und Vertiefungen in Abdeckplanen
- verstopfte Regenrinnen und Bodenabläufe
- Schubkarren, alte Reifen und Folien
- Vertiefungen in Gartenmöbeln oder Dekorationsgegenständen
Was ist jetzt zu tun?
- Wasseransammlungen mindestens einmal pro Woche vollständig beseitigen.
- Gefäße gründlich auswischen.
- Die Eier haften an den Innenwänden und können Trockenzeiten überstehen.
- Tiertränken und Wassernäpfe spätestens alle zwei Tage leeren, reinigen und neu befüllen.
- Ungenutzte Gegenstände umdrehen oder regengeschützt lagern.
- Regentonnen lückenlos mit einem Deckel oder engmaschigen Netz verschließen.
- Regenrinnen, Abläufe, Rohre und Planen regelmäßig kontrollieren.
Helfen Tabletten gegen die Tigermücke?
Für Wasseransammlungen, die weder beseitigt noch sicher abgedeckt werden können, gibt es sogenannte Bti-Tabletten. Das sind keine Medikamente, sondern biologische Mittel gegen Mückenlarven.
Die Tablette wird entsprechend der Packungsanleitung in das Wasser gegeben. Die Larven nehmen den Wirkstoff auf und sterben ab. Gegen bereits abgelegte Eier oder ausgewachsene Mücken wirken die Tabletten nicht. Bei sachgerechter Anwendung gelten sie für Menschen, Haustiere und Pflanzen als unbedenklich; das behandelte Wasser kann weiterhin zum Gießen verwendet werden.
Bti-Tabletten werden als „Bti-Tabletten gegen Stechmückenlarven“ oder „Mückenlarven-Tabletten“ in Baumärkten und ausgewählten Apotheken angeboten. Sie sollten ausschließlich nach der Packungsanleitung eingesetzt werden. Die KABS empfiehlt für nicht vermeidbare Wasserstellen eine regelmäßige Behandlung während der Mückensaison. Das Beseitigen, Reinigen und Abdecken möglicher Brutstätten bleibt jedoch die wichtigste Maßnahme.
Wo kann ein verdächtiger Fund gemeldet warden?
Bitte fotografieren Sie die Mücke möglichst so, dass Rücken und Beine gut erkennbar sind. Senden Sie das Foto zusammen mit der genauen Fundadresse an tigermuecke@kabsev.de.
KABS e. V.
Tigermückenmeldung Ortenau
Georg-Peter-Süß-Straße 3
67346 Speyer
Weitere Informationen
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg: www.gesundheitsamt-bw.de | Landratsamt Ortenaukreis: www.ortenaukreis.de | KABS: www.kabsev.de
